La Guerre d'un seul homme (1982)

Regie: Edgardo Cozarinsky, Drehbuch: Cozarinsky nach den Pariser Tagebüchern von Ernst Jünger, Musik: arisch - Hans Pfitzner, Richard Strauss, dekadent - Arnold Schönberg, Franz Schreker, mit Niels Arestrup (Erzähler). s/w, 105 min, Frz. OmeU

 

Meinem Film liegt eine Idee von Walter Benjamin zugrunde; die Vorstellung, ein Buch zu schreiben, das nur auf Zitaten gründet. Ich wollte Zitate "miteinander ins Gespräch bringen". In dem Reservoir, das eine Epoche hinterlässt, reizten mich die unversöhnliche Gleichzeitigkeit, die Koexistenz im Konflikt. Mich hat am meisten jene Schicht im "alltäglichen Leben" interessiert, wo sich das Monströse scheinbar normalisiert. ( ... ) Eine Freude: den Schneidetisch anzuhalten, um flüchtige, unbekannte Gesichter von damals zu studieren, die Geste eines wortlosen Zeugen aufzuzeigen, eines Opfers ohne Heldenruhm. Die Aufgabe: mit Mitteln dokumentarischer Fiktion nochmals die Frage stellen: "Was ist das eigentlich, die Geschichte?" Oder besser: "Aus welchem Stoff ist sie gemacht?" Vor allem aber: "Was verdrängt sie, um sich zu gestalten?" (Edgardo Cozarinsky)