In girum imus nocte et consumimur igni

In girum imus nocte et consumimur igni (1978)

Ein Film von Guy Debord. s/w, 99 min, Frz. OmeU
 

In girum imus nocte et consumimur igni nannte Guy Debord seinen letzten Film von 1978. Ein lateinisches Palindrom, ein Satz, den man von vorne und hinten lesen kann: "Wir schweifen des Nachts im Kreis umher und verzehren uns im Feuer." Wäre das Leben ein Palindrom, man könnte es immer wieder von vorn beginnen, und so umkreist Debord in seinen späten Werken eng und enger jene mythischen Jahre um 1950, als die genial schöne Jugend in der Bar Chez Moineau für den Fotografen Ed van der Elsken posierte, als sich alle eng umschlungen küssten und selbdritt Liebe machten; ihre Negation war ein dionysischer Rausch, ihr Nein vom Ja durchpulst. (Heinz Stahlhut) "Am Rand der Seine begannen der Abend, die Liebkosungen - und die Wichtigkeit einer Welt ohne Wichtigkeit. Niemand zählte auf die Zukunft. Nie gab es größere Freiheit. Ein Film über diese Generation kann nur ein Film über das Fehlen ihrer Werke sein." (Guy Debord)