Trop tôt, trop tard / Zu früh, zu spät

Einleitung zu Arnold Schoenbergs Begleitmusik zu einer Lichtspielscene (1972)

Regie, Drehbuch: Jean-Marie Straub, Kamera: Renato Berta, Horst Bever, Musik: Arnold Schönberg, Darsteller: Günter Peter Straschek, Danièle Huillet, Peter Nestler, Jean-Marie Straub. Farbe und s/w, 16 min, Dt. OF

Trop tôt, trop tard / Zu früh, zu spät (1981)

Regie, Drehbuch: Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, Kamera: Caroline Champetier, Willy Lubtchansky, Robert Alazraki, Marguerite Perlado. Farbe, 105 min, Dt. OF

 

Der erste Schönberg-Film von Straub/Huillet war ein Auftrag des Südwestfunk, zur "Illustration" der Begleitmusik. Die Filmemacher verstanden ihn als "unseren ersten Agitationsfilm" und statteten ihn mit einem "terroristischen" Text aus.Kontrapunkt zur Musik: Texte von und über Schönberg und Brecht, ein Artikel über Freisprüche im Auschwitz-Prozess. Trop tôt, trop tard ist ein reicher "Landschaftsfilm". Im ersten Teil liest Danièle Huillet im Off aus einem Brief von Engels an Karl Kautsky über die Verarmung französischer Bauern sowie aus einer Beschwerde der Dorfbürgermeister wegen Steuererhöhungsplänen im Jahr 1789. Im zweiten werden Felder in Ägypten einem marxistischen Text von Mahmoud Hussein über den Widerstand ägyptischer Bauern gegen die englische Besatzung gegenübergestellt. Die zweimalige Schlussfolgerung: Die Bauern revoltierten zu früh und siegten zu spät. (C.H.)

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