The Passerby

A Diary for Timothy (1945)

Ein Film von Humphrey Jennings, Kommentar: E.M. Forster, Kamera: Fred Gamage, mit Michael Redgrave, Myra Hess, John Gielgud. s/w, 39 min, Engl. OF

The Passerby (1995)

Regie: Donald McWilliams, Drehbuch: McWilliams, Susan Huycke, Kamera: James Aquila, Jack Hazan, McWilliams u.a., Musik: Eldon Rathburn, mit Northrop Frye, Brian Moore, Jane Urquhart, Donald McWilliams (Erzähler). Farbe, 58 min, Engl. OF

 

A Diary for Timothy, in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs entstanden, versucht einen Blick über das Kriegsende hinaus. Humphrey Jennings' außerordentlicher, unvergleichlicher "Tagebuchfilm" war eines der letzten Werke vor seinem frühen Unfalltod. Es wendet sich an einen Neugeborenen, wird zur skeptischen politischen Reflexion und nicht zuletzt zur professionellen Selbstbefragung. (Constantin Wulff) In The Passerby verbinden sich Gedichte, Home movies, Interviews, Fotografien und rund um den Erdball gedrehtes Filmmaterial zu einer Art Geisterbeschwörung: Eindruck, Abdruck, Anmutung vieler Leben, die nicht spurlos gelebt wurden. Was lässt sich aus Bildern und Bewegung, aus Gesichtsausdrücken und Gesten herauslesen? Donald McWilliams' bezwingende Kontrastmontage, seine optischen Effekte und sein Gebrauch von Musik ergeben eine Meditation über die Mysterien der Existenz.

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