Los Angeles Plays Itself

Los Angeles Plays Itself (2003)

Ein Film von Thom Andersen, Kamera: Deborah Stratman. Farbe, 169 min, Engl. OF
 

Die wahre(n) Geschichte(n) des Kinos in Los Angeles: Polemik und Archäologie als Manifest und Monument. Andersen, Filmwissenschaftler und Bürger von Los Angeles, analysiert die (Fehl-)Repräsentation seiner Heimatstadt im Kino: Aus einem illustrierten Vortrag "nur für Einheimische" wurde ein aufklärerischer Essay für jedermann. Eine leidenschaftliche, unterhaltsame Opposition gegen die Fabrikation falscher Träume in der Filmtraumfabrik mit pointensicherem Kommentar: "People who hate Los Angeles love Point Blank!" Das mythische Movieland von Prestigeprodukten wie Chinatown wird mit Echt-Zeit-Bildern kontrastiert, die vom Noir-Klassiker Kiss Me Deadly über H.B. Halickis materialistisches Meisterwerk des Autoraserfilms (Gone in 60 Seconds) zur Vérité-Wiederentdeckung The Exiles reichen. Kurz: wo, wie, warum der Schwulenporno L.A. Plays Itself dem Krimi L.A. Confidential überlegen ist. Ein Film, der das Leben, das Kino, die Welt besser macht. (C.H.)
 
Publikumsgespräch mit Thom Andersen

Spieltermine: