Routine Pleasures

Routine Pleasures (1986)

Regie: Jean-Pierre Gorin, Drehbuch: Gorin, Partick Amos, Kamera: Babette Mangolte. Farbe und s/w, 81 min, Engl. OF
 

Ein reiches, verräterisch stilles und lange nachwirkendes Meisterwerk des essayistischen Kinos, komponiert aus Männerstimmen und den Leidenschaften pensionierter Eisenbahner: Die Mitglieder des Pacific Beach Model Railroaders Club in Del Mar, Kalifornien, lassen mittels Modelleisenbahnen ein verschwundenes Amerika en miniature wieder aufleben. Jean-Pierre Gorin: "Diese Eisenbahnleute sprechen und bewegen sich wie die Helden bei John Ford und William Wellman - Routine Pleasures ist ein wahrer Film der 1980er Jahre, ein Film über die Privatisierung der Obsessionen." Dazwischen webt Gorin ein zärtliches Porträt seines weisen und gewitzten Maler- und Kritikerfreundes Manny Farber, dem Namensgeber jener "Termitenkunst", der die Retrospektive ihren Titel verdankt. Farbers Zuneigung zu den Hollywood B-Pictures der 1930er Jahre, die den blue-collar worker ins Zentrum rückten, schließt einen Kreis zur Welt der Eisenbahner: In einem aufgelassenen Flugzeughangar hängen sie ihren Träumen nach.
 
Publikumsgespräch mit Jean-Pierre Gorin

 

Mit Dank an die Cinémathèque française

Spieltermine: