Schwarzer Zwieback/Cernye suchari

Schwarzer Zwieback / Černye suchari (1971)

Regie: Gerbert Rappaport, Drehbuch: Rappaport, M. Blajman, E. Gorrish nach einem Roman von Elizaveta Drabkina, Kamera: Eduard Rozovskij, Rolf Schrade, Darsteller: Rüdiger Joswig, Natalja Varlej, Nikolaj Merzlikin. Farbe, 84 min, dt. OF

Wie wird man Revolutionär? Nun, es ist hart und notwendigerweise grausam. In Sowjetrussland weiß man das - und so erfährt es auch Kurt, deutscher Kriegsgefangener auf Rückreise. Herbst 1918: Weizen und Mehl werden beschlagnahmt, da hilft kein Flennen. Tanja, junge Revolutionärin, zieht das Programm eisern durch und verwirrt damit den weichen Deutschen, noch mehr aber mit ihrer sanft schiwagoesken Romantik am Holzöfchen, beim Kartoffelessen. Kurt beginnt nicht nur sie, sondern auch jene grad geborene neue Welt zu verstehen und zu lieben ... Zwischen Revolutionswirren und Melancholie entfaltet Rappaport - drei Jahre nach dem magischen Datum 1968 und ikonographisch völlig aus der Zeit - den Traum vom gemeinsamen politischen Ursprung. Die DEFA-Lenfilm-Koproduktion darf wiederentdeckt werden, und mit ihr die strahlende Agitprop-Röte der Züge, heitere Rote-Platz-Feiern cum Trampolin sowie Berge von Brot - brennendes Brot, revolutionäres Brot. (B.W./O.M.)

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