2001: A Space Odyssey

2001: A Space Odyssey (1965-68)

Regie: Stanley Kubrick; Drehbuch: Kubrick, Arthur C. Clarke nach „The Sentinel“ von Clarke; Kamera: Geoffrey Unsworth; Musik: Richard Strauss, Johann Strauß, Aram Chačaturjan, György Ligeti; Darsteller: Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Leonard Rossiter, Douglas Rain (Stimme von HAL 9000). Farbe, 149 min
 
Ein monumentaler Einschnitt ins System Erzählkino, ein wogender Bilderreigen, der für weniger als ein Drittel seiner Laufzeit Worte benötigt: Stanley Kubrick erneuert die Filmtechnik, um die Filmsprache zu erneuern, um das Genre Science-Fiction einem endgültigen Testlauf zu unterziehen. In fünf Abschnitten, vom Affenmenschen bis zur posthumanen Zivilisation, erzählt er die Reise des Menschen zu den Sternen als Suche nach dem Selbst, das ihm von den eigenen technologischen Errungenschaften verstellt worden ist: Raumschiffe tanzen Walzer, Computer singen beim Sterben herzzerreißend Kinderlieder, und dazwischen warten die kaum Lebenden in klinischen Innenräumen auf den Tod oder auf den ultima­tiven head trip durchs psychedelische Sternentor. Eine Zukunftsvision von eisiger Kälte und bezwingender Imaginationskraft, die ihrer düsteren Utopie die Hoffnung aufs Unvorstellbare entgegensetzt. Die letzten Worte vor der Ewigkeit: „It’s a total mystery.“ (C.H.)

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