Blade Runner

Blade Runner (1982)

Regie: Ridley Scott; Drehbuch: Hampton Fancher, David Webb Peoples nach „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ von Philip K. Dick; Kamera: Jordan Cronenweth; Musik: Vangelis; Darsteller: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos, Joe Turkel. Farbe, 117 min Original ­Release
 
Beim Erscheinen ein Misserfolg, zugleich aber der einflussreichste Sci-Fi-Film der 80er Jahre: Kaum eine Stadtvision, die seither nicht auf die Ästhetik von Blade Runner zurückgegriffen hätte, „ein einzigartiges Gemisch von Grind und Glanz, das sowohl den Schrecken wie die Faszination des Kapitalismus der Reagan-Jahre in klaustropho-bischen Sternberg-Texturen einfängt“ (Jonathan Rosenbaum). Eine Übertragung von Motiven der klassischen Hardboiled-Detektivromane ins Los Angeles des Jahres 2019, angereichert mit philosophischen Untertönen. Harrison Ford hat als Mitglied einer Spezialeinheit den Auftrag, „Replikanten“ auszuschalten. Es bleibt ungewiss, ob der Held nicht selbst einer ist, auch wenn Ridley Scott seither in mehreren „Director’s Cut“-Fassungen diese Ambivalenz schrittweise minimiert hat. (C.H.)

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