Scanners

Scanners (1981)

Regie, Drehbuch: David Cronenberg; Kamera: Mark Irwin; Musik: Howard Shore; Darsteller: Stephen Lack, Jennifer O’Neill, Michael Ironside. Farbe, 99 min
 
Zwei mysteriöse Organisationen versuchen, die Scanners (Menschen mit der Begabung, durch Telekinese zu ­töten) auf ihre Seite zu bringen; der Konflikt spitzt sich auf das Duell zweier außergewöhnlich begabter Brüder zu. Das action-lastigste und technisch ausgereifteste unter Cronenbergs frühen Werken (sowie eine recht unerwartete Nummer eins der US-Box-Office-Charts). Der vage para­noide, komplexe und von William Burroughs’ Roman Naked Lunch inspirierte Plot sowie das unterkühlte Design von Scanners haben sich als höchst einflussreich für die 80er Jahre erwiesen, seinen psychologischen Druck entfaltet der Film aber vor allem über die bösartigen Bildwelten typischer Cronenberg-Obsessionen. Scanners findet nachhaltig verstörende, skulpturale Metaphern für die Fusion von Geist und Materie und zur Manifestation von Technologie als Philosophie. Sein mehrdeutiges Finale kulminiert in der Schöpfung des „neuen Fleischs“ aus diesen Verbindungen. (C.H.)

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