Le Plaisir

Le Plaisir (1952)

Regie: Max Ophüls; Drehbuch: Jacques Natanson, Ophüls nach Erzählungen von Guy de Maupassant; Kamera: Christian Matras, Philippe Agostini; Musik: Joe Hajos; Darsteller: Claude Dauphin, Gaby Morlay, Danielle Darrieux, Jean Gabin, Simone Simon, Daniel Gélin, Pierre Brasseur. 35mm, s/w, 97 min

Drei Novellen von Guy de Maupassant, dreimal inszeniert, halluziniert von Max Ophüls, was einer Neuschöpfung näher kommt als einem Pastiche oder einer "Interpretation". Variationen über die Begierde nach Glück, Lust, Liebe, Jugend. In der ersten Episode tobt die Quadrille: eine Orgie aus Offenbachscher Musik, hoch geschwungenen Beinen, wirbelnden Körpern. Unter den Tänzern, nahezu krankhaft beschwingt, ein junger Mann mit wächsernem Gesicht. Mitten im Bacchanal des Feierns bricht er zusammen, seine "Miene" entpuppt sich als Maske, hinter der das Antlitz eines Greises sichtbar wird. Hunger nach plaisir. Die Metapher einer Gesellschaft. Paris um 1900. Und nicht nur Paris und 1900. Le Masque ist prototypisch für den ganzen Film – und für Ophüls' Werk: Obsessionen und unerfüllte Träume. Am Ende jener Satz, der das Glück beim Sehen von Ophüls-Filmen beschreiben könnte: Le Bonheur n'est pas gai. (H.T.) Gezeigt wird die von Max Ophüls autorisierte Fassung mit der deutschen Erzählstimme von Adolf Wohlbrück.

Screening dates:

Do 27.10.2016 21:00
(Frz./Dt. OmdU)