Celia, 1989, Ann Turner (Foto: National Film and Sound Archive of Australia)

Celia (1989)

Regie, Drehbuch: Ann Turner; Kamera: Geoffrey Simpson; Musik: Chris Neal; Darsteller: Rebecca Smart, Nicholas Eadie, Victoria Longley, Mary-Anne Fahey, Margaret Ricketts. DCP (von 35mm), Farbe, 103 min
 
In ihrem faszinierenden Debütfilm lieferte Ann Turner das bemerkenswerte Psychogramm eines verunsicherten neunjährigen Mädchens, dessen Einbildungskraft von familiären und anderen Krisen angestachelt wird. Die kleine Celia lebt mit ihren Eltern in den späten 1950ern in einem Vorort von Melbourne: Die Stimmung im Haus ist geprägt von der Angst vor Kommunisten (wie Celias eben verstorbener Großmutter) und paranoiden Maßnahmen, mit denen eine Bevölkerungsexplosion bei Kaninchen eingedämmt werden soll. Celia schließt Blutsbrüderschaft mit den Kindern der kommunistischen Nachbarn und vermischt ihre Fantasiewelt mit der Realität, wobei sie auf eigenwillige Weise rebelliert – zunächst mit Voodoo-Ritualen ... Turners Inszenierung zeigt ein rares Einfühlungsvermögen in kindliche Wahrnehmung und Ängste und bewahrt eine delikate Balance aus Verzauberung und Besorgnis, eingebettet in australische Landschaften, die gleichermaßen banal und geheimnisvoll sind. (C.H.)
 
Presented by the National Film and Sound Archive’s digital restoration program – NFSA Restores – reviving Australian cinema icons

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