Who's That Knocking at My Door

Who's That Knocking at My Door (1965-68)

Regie: Martin Scorsese; Drehbuch: Scorsese, Betzi Manoogian; Kamera: Michael Wadley (i.e. Wadleigh), Richard H. Coll, Max Fisher; Schnitt: Thelma Schoonmaker, Scorsese; Darsteller: Harvey Keitel, Zina Bethune, Lennard Kuras, Harry Northup, Catherine Scorsese, Martin Scorsese. s/w, 90 min
 
Klaustrophobie in Schwarzweiß. Geprägt vom Druck eigener Erfahrungen gleicht Scorseses erster Langfilm einem eingesperrten Tier, das im Käfig Kreise zieht. Der Name des Gefängnisses: Little Italy, Mezzogiorno in Lower Manhattan. Katholische Zuflüsterungen. Mahnende Stimme sizilianischer Gemeinschaft und der Männerbund-Kodex der vitelloni. Harvey Keitel, erstes Alter Ego Scorseses, als junger Straßenwolf, glatt, unberechenbar, unreif, mit einem ­vagen Hauch Gefährlichkeit. Es schafft ihm kaum Probleme, mit Kumpanen Nutten zu konsultieren. Die Tatsache indes, dass das Mädchen, das er liebt, nicht mehr Jungfrau ist, wird zur unüberwindlichen Hürde. Vier Jahre Drehzeit und Besessenheit. Lange vor The Age of Innocence: das nämliche Thema, die nämliche ­Gefangenheit in einer Lebenswelt. Analogia. Oder: ein guter Regisseur (so Scorsese) macht stets nur einen Film. (H.T.)
 
Am 28.8. Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder

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