New York, New York

New York, New York (1977)

Regie: Martin Scorsese; Drehbuch: Earl Mac Rauch, Mardik Martin; Kamera: Laszlo Kovacs; Musik: John Kander, Fred Ebb; Darsteller: Liza Minnelli, Robert De Niro, Lionel Stander, Barry Primus, Dick Miller, Steven Prince. Farbe, 162 min
 
Scorseses einziges Musical: wieder Tribut an ein klassisches Holly­wood-Genre und der Versuch, etablierte Formen in Kino à la Scorsese umzuschmelzen. Bei den Feiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs lernen Liza Minnelli und Robert De Niro sich kennen und ­lieben, sie Sängerin, er Saxophonist. Der Aufstieg beider betreibt die Zerstörung von Ehe und Glück. Welchen Preis das Show Biz seinen Protagonisten abverlangt, davon handeln Musicals von 42nd Street bis zu A Star Is Born. Scorsese geht einen Schritt weiter. Der egomane Drive und Ehrgeiz on the way to the top stört jedes Happy-End, umso mehr, da der Weg des einen Partners zum singbaren Swing, der des anderen zum harschen, tobenden Bebop tendiert. New York, New York, so Scorsese, reflektiert Hollywoodfilme, die er als Kind gesehen, und die Wahrnehmung des Big Apple, die sich dadurch eingestellt habe. Ziel sei gewesen, beides zu fusionieren, die Kino-Fantasiewelt und die selbst erfahrene Realität. (H.T.)

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