Goodfellas

Goodfellas (1990)

Regie: Martin Scorsese; Drehbuch: Nicholas Pileggi, Scorsese nach Wise Guy von Pileggi; Kamera: Michael Ballhaus; Schnitt: James Kwei, Thelma ­Schoon­maker; Darsteller: Ray Liotta, Robert De Niro, Joe Pesci, Lorraine Bracco, Paul Sorvino, Frank Vincent, Debi Mazar, Kevin Corrigan, Samuel L. Jackson, Catherine & Charles Scorsese. Farbe, 145 min
 
Der definitive Mafiafilm. 25 Jahre aus dem Leben einiger wise guys. Ein Film, wie ihn ein Ethnologe über die ehrenwerte Gesellschaft gedreht haben könnte, gesetzt, er besäße den Drive und die fiebrige Virtuosität Scorseses. Oder wie das Home-movie eines Gangsters, der alles über Jahre hin filmt (Niedermach-Handwerk und Protzen mit Macht, Rituale und falsche Kumpanei, Paranoia und Doppelmoral), gesetzt, er vermöchte mit seiner Kamera zuzuschlagen und zu tanzen wie Michael Ballhaus. Scorsese filmt, was er von Kindheit an kennt. Das Ergebnis ist hinreißend, eine Chronik von innen her, die alles kommentiert, kritisiert, verhöhnt, indem sie es und wie sie es zeigt. Das Kaputtschießen, Abstechen ­mensch­licher Körper fragmentiert als Routine, umso schockierender im Ausgespartbleiben des Wozu und Wofür. Ein Sturzbach aus Ellipsen und Zeitsprüngen, die am Beginn Jahrzehnten, später Jahren, im Finale den panischen Minuten eines Tages gelten. (H.T.)

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