The King of Comedy (Foto: BFI)

The King of Comedy (1983)

Regie: Martin Scorsese; Drehbuch: Paul Zimmerman; Kamera: Fred Schuler; Schnitt: Thelma Schoonmaker; Darsteller. Robert De Niro, Jerry Lewis, Diahnne Abott, Sandra Bernhard, Joe Strummer, Martin Scorsese. Farbe, 109 min
 
Rupert Pupkin alias Robert De Niro, unüberbietbar nervtötender Niemand mit dem feisten Charme der Raspel und dem Witz des Fleischwolfs, hat sich in den Kopf gesetzt, „King of Comedy“ zu werden. Nichts vermag sein frenetisch ins Galoppieren geratene Mittelmaß zu bremsen. Da Gott Langford (Jerry Lewis in der Rolle eines vom Beiwerk des Erfolgs mürrisch gewordenen Talkmasters der Nation) sein Ansinnen, eine mediale Start-Chance zu erhalten, nicht erhört, kidnappt Pupkin kurzweg sein Idol. Der Weg zum ­Erfolg übers Trampolin der Sensation ist geebnet. Um alles noch neurotischer, verbohrter und dichter zu machen, geizt Scorsese nicht mit Sympathie für seinen von Furien gehetzten Helden. Dies wäre just die Art, wie auch er sein Filmdebüt gemacht habe, ohne Geld, immerfort abgewiesen. Ein Grabgesang auf die US-Kultur des Gipfelsturms und eine Vernichtungshommage an deren hechelnde Medien-Stars - ein Scorsese-Rennwagen, der mit Vollgas zugleich vor- und rückwärts rast. (H.T.)

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