Dr. Jekyll and Mr. Hyde

Dr. Jekyll and Mr. Hyde (1931)

Regie: Rouben Mamoulian; Drehbuch: Samuel Hoffenstein, Percy Heath nach Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde von R.L. Stevenson; Kamera: Karl Struss; Darsteller. Fredric March, Miriam Hopkins, Rose Hobart. 35mm, s/w, 97 min
 

Eine subjektive Kamerafahrt, gefolgt von einem hypnotischen 360-Grad-Schwenk. Auf der Tonspur das Geräusch eines pochenden Herzens. Danach eine Zufahrt auf den Spiegel, die zugleich ein Blick in ihn und eine Sekunde aus Entsetzen ist: Dr. Jekyll sieht sich selbst und wird dennoch Mr. Hydes gewahr. Einer der großen ­Momente nicht nur des Horrorfilms, sondern des Erzählkinos im Ganzen. Mamoulians Klassiker hat viel mehr zu bieten als diesen sorgsam vorbereiteten Augenblick von cinéma pur: die Chiaroscuro-Evokation eines viktorianischen London; die Flamboyanz von ­Fredric March, changierend zwischen nobel beherrschtem Jekyll und von monströsen Begierden geschütteltem Hyde; nicht zuletzt den unübersehbaren Hinweis, worin die Ursache der in J. und H. zerbrochenen Person zu suchen sei: in sexueller Frustration. (H.T.)

 

Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 30.8.

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