Das Cabinet des Dr. Caligari

Double Feature 

Der Mandarin (1918)

Regie: Fritz Freisler; Drehbuch: Paul Frank, Freisler; Darsteller: Harry Walden, Karl Götz, Gretel Ruth, Hilde Radnay, Trude Merly. 35mm, Farbkopie, ca. 54 min Preserved by George Eastman House and Österreichisches Filmmuseum

Das Cabinet des Dr. Caligari (1920)

Regie: Robert Wiene; Drehbuch: Carl Mayer, Hans Janowitz; Kamera: Willy Hameister; Darsteller: Werner Krauß, Conrad Veidt, Friedrich Fehér, Lil Dagover, Hans Heinrich von Twardowski. 35mm, Farbkopie, ca. 74 min Restaurierte Fassung courtesy Fondazione Cineteca di Bologna
 
Düsterfilme nach dem Ersten Weltkrieg. Der Mandarin ist eine wiederentdeckte Großproduktion der österreichischen Sascha-Film: Der Libertin Baron von Stroom bekommt einen Talisman, der ihm nach Beschwörung – „Man-da-ri-no“ – jede Frau gefügig macht. Als er aber glaubt, seine erotischen Heldensiege ohne diesen Mandarin feiern zu können, beginnt sein Abstieg in die Gosse und den Wahnsinn – er endet in Steinhof. Damit wird der Film auch zum ­Vorläufer für das Zentralwerk des frühen Expressionismus: Das ­Cabinet des Dr. Caligari, Geschichte vom Hypnotiseur, der sein ­Medium (souverän somnambul: Conrad Veidt) morden lässt. Abtauchen in die Welt der dämonischen Seele und des Wahnsinns, konsequent überspielt dargeboten in bizarren, windschiefen Dekors: ein Klassiker der Weimarer Alptraumphantastik als prägende Geburtsstunde zahlloser Motive und einer verqueren Vorstellung von expressionistischem Stil im Horrorgenre. (C.H.)
 
Einführung von Oliver Hanley
 

Am Klavier: Gerhard Gruber

Screening dates:

Do 05.09.2013 20:30
(Ital. ZTmdU / Dt. ZT)