Dracula (Foto: BFI)

Dracula (1958)

Regie: Terence Fisher; Drehbuch: Jimmy Sangster nach dem Roman von Bram Stoker; Kamera: Jack Asher; Musik: James Bernard; Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Michael Gough, Melissa Stribling. 35mm, Farbe, 82 min Restaurierte Fassung
 

Nach dem Erfolg ihrer Frankenstein-Neuauflage gaben die Hammer-Studios eine Dracula-Bearbeitung in Auftrag: Wo das enttäuschend statische Universal-Original von 1931 dank Bela Lugosis Interpretation des Vampirs im Gedächtnis blieb, überzeugt Terence Fishers Version in allen Belangen, dank der Stärken des Regisseurs – gewissenhafte, doch gewandte Inszenierung, unaufdringliche Meisterschaft im Einsatz der Farbe (samtene bis blutige Schattierungen von Rot: Eros und Thanatos) und beiläufig brillante ­Ensemble­führung. Charakteristisch ist der vor allem durch hochgewachsene Haltung und langgliedrige Bewegungen definierte Blutsauger, der Bram Stokers Vorlage nahekommt: Christopher Lee, der als Monster in The Curse of Frankenstein nur eine kleine Rolle hatte, wurde als Dracula zur Ikone, auch dank Fishers diskreter, doch für die Entstehungszeit kühner Sexualisierung des Stoffs. (C.H.)
 
Restaurierte Fassung

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