Psycho, 1960, Alfred Hitchcock

Psycho (1960)

Regie: Alfred Hitchcock; Drehbuch: Joseph Stefano nach dem Roman von Robert Bloch; Kamera: J. L. Russel; Musik: Bernard Herrmann; Darsteller: Janet Leigh, Anthony Perkins, Vera Miles, John Gavin, Martin Balsam. 35mm, s/w, 109 min

 
Zum Auftakt:
Morderstwo (Mord) (1957) von Roman Polanski. 35mm, s/w, 1 min
 
Phoenix, Arizona im Sonnenschein. Ein Kameraflug: hinweg über die Dächer, auf ein Fenster zu, durch einen Spalt unter der Jalousie hindurch ins Dunkel eines Zimmers und ins Schattenreich der ­Seele. Der Beginn von Psycho: das Programm einer Verführung, Entführung, Irreführung. Wie die sorgfältig tückisch entwickelte Geschichte von Marion Crane und den gestohlenen 40.000 Dollar, die nach einer halben Stunde mit 70 Einstellungen in 45 Sekunden und einem Schock an Grausamkeit abgebrochen wird, um in andere Richtungen und Dunkelheiten abzuzweigen. Psycho ist gefügt wie ein Kandinsky-Piktogramm oder gebaut wie ein architektonisches Ensemble. Film, sagt Élie Faure, sei primär dies: „Architektur in ­Bewegung“. (H.T.) Zum Auftakt: Architektur der Bewegung eines Mordes – ein erster Studentenfilm als Vorbau zum Werk von ­Roman Polanski, der die von Hitchcock eingeleitete Vermählung von Horror und Mainstream in den Sixties vollenden würde.
 
Am 6. und 12. Oktober findet jeweils um 16.30 Uhr eine Zusatzvorstellung von "Psycho" statt. (Der Film zum Auftakt, "Morderstwo", wird nicht wiederholt.)

Screening dates: