Fährmann Maria

Fährmann Maria (1936)

Regie: Frank Wysbar; Drehbuch: Hans-Jürgen Nierentz, Wysbar; Kamera: Franz Weihmayr; Musik: Herbert Windt; Darsteller: Sybille Schmitz, Aribert Mog, Peter Voss, Carl de Vogt, Gerhard Bienert. 35mm, s/w, 81 min
 
„Liebe, die bereit ist, das eigene Leben zu opfern, um den andern zu retten, bezwingt Nacht und Not: Das ist der Sinn dieser Legende.“ Eine Arbeitssuchende (sagenhaft: Sybille Schmitz) kommt aus der Fremde ins Dorf und erhält den Posten des Fährmanns, den nach dem mysteriösen Tod des Vorgängers kein Einheimischer übernehmen will. Bei der ersten Überfahrt rettet sie einen Verwundeten und verliebt sich in ihn. Doch in der Nacht, in der keine Glocke tönt im Dorf, kommt ein unheimlicher Fahrgast, um ihren Liebsten zu holen: Mitten im Tanzfest weht der Hauch des Todes. Ein Film von großer Einfachheit und Klarheit, dabei reich an Atmosphäre und Assoziationen: Nachtschattengewächs aus dem Urmoor des Heimat­films, mystisch und musikalisch, kulminierend in einer ­trommel­getriebenen Fieberwahn-Ballade vom Tod auf dem Schlachtfeld. Wunderwerk eines Wiederzuentdeckenden: Frank Wysbar, der zehn Jahre später im Hollywood-Exil ein faszinierendes Billig-­Remake seines Fährmanns drehen sollte. (C.H.)
 

Courtesy Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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