Nosferatu, eine Symphonie des Grauens

Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (1922)

Regie: Friedrich Wilhelm Murnau; Drehbuch: Henrik Galeen nach Dracula von Bram Stoker; Kamera: Fritz Arno Wagner; Darsteller: Max Schreck, Alexander Granach, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder, Georg H. Schnell. 35mm, Farbkopie, ca. 93 min Zuspielung der Filmmusik von Hans Erdmann

 
Eines der großen phantastischen Werke der Filmgeschichte. Obgleich zahlreiche spätere Horrorfilme auf äußerliche Verwandtschaft pochen dürfen, ist Nosferatu ein poetischer Kontinent sui generis, ausgestattet mit einer eigenen (und ungemein reichen) Ikonografie. Die realen Drehorte in Rostock, Wismar, Lübeck, den Karpaten, im düsteren Schloss Zamak scheinen Visionen entwachsen zu sein. Nosferatu ist durchherrscht von Verwandlung, der magischen Macht des Mediums. Die Dinge der Natur tragen halluzinatorische Züge, das Vertraute ist einbehalten in einer schattenvibrierenden Aura des Unheimlichen – so als würde sich ein romantisches Gemälde Moritz von Schwinds in einen Nachtmahr verwandelt haben, aus dem kein Erwachen winkt. „Die Wirklichkeit, überschwemmt vom Traum“, wie Béla Balázs es trefflich formuliert hat. (H.T.)
 
Restaurierte Fassung courtesy Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Screening dates: