Carnival of Souls

Carnival of Souls (1962)

Regie: Herk Harvey; Drehbuch: John Clifford, Harvey; Kamera: Maurice Prather; Musik: Gene Moore; Darsteller: Candace Hilligoss, Frances Feist, Sidney Berger, Art Ellison, Herk Harvey. 35mm, s/w, 83 min

 

Zum Auftakt:

La Rivière du hibou (Der Eulenfluss) (1962) von Robert Enrico. Nach „An Occurence at Owl Creek Bridge“ von Ambrose Bierce. 35mm, s/w, 28 min

 
Ein Auto stürzt in den Fluss. Die überlebende Frau schlafwandelt ans Ufer und macht sich verstört auf den Weg nach Utah, wo sie als Kirchenorganistin arbeiten soll. In unheimlichen Momenten ist sie für die anderen Menschen unsichtbar und unhörbar – nur der Mann mit bleichem Gesicht, der ihr immer wieder erscheint, der kann sie sehen. Und all die Leute im Tanzpalast, auf dem Gelände eines verlassenen Vergnügungsparks ... Herk Harveys Low-Budget-Wunder zählt zu den schönsten einsamen Irrläufern des Kinos: ein Ahnvater der Mitternachtskultfilme von Romero und Lynch – und die Hauptinspiration für Christian Petzolds Yella. Selbst ist Carnival of Souls offensichtlich von einer makabren Kurzgeschichte von ­Ambrose Bierce inspiriert, die im selben Jahr von Robert Enrico brillant verfilmt wurde: La Rivière du hibou war lange ein populäres Musterbeispiel für die Form des Kurzspielfilms und ist heute, zu Unrecht, fast vergessen. (C.H.)
 
Einführung von Judith Fischer am 30.9.

Screening dates: