Dead of Night

Dead of Night (1945)

Regie: Alberto Cavalcanti, Charles Crichton, Basil Dearden, Robert Hamer; Drehbuch: J. Baines, A. MacPhail, Kamera: J. Parker, S. Pavey, D. Slocombe; Musik: Georges Auric; Darsteller: Anthony Baird, Googie Withers, Michael Allan, Ralph Michael, Basil Radford, Michael Redgrave. 35mm, s/w, 104 min
 
Im Horror hat der Episodenfilm eine natürliche Heimat gefunden, gespeist aus der im Phantastischen beliebten Kurzgeschichtenform. Die britische Anthologie Dead of Night gilt als Meisterstück des Genres, Martin Scorsese hat sie erst kürzlich unter die elf furchterregendsten Horrorfilme gereiht. Fünf Filme (im Film), die sich mit dem Übersinnlichen befassen, welches im feuchten Inselklima wortwörtlich-unheimlich gedeiht. Die Rahmenhandlung von Dead of Night schließt die auf ihre schreckliche Klimax zutreibenden Episoden kunstvoll zum Zyklus, der einen Alptraum suggeriert, aus dem es kein Erwachen gibt, weil er die Wirklichkeit ist. Suggestion ist das Stilprinzip. Magnetisiert fährt die Kamera auf einen Spiegel zu, der in Wahnsinn und Mord entführt. Rollentausch: Eine Bauchrednerpuppe gewinnt in Alberto Cavalcantis Episode Macht über den mit gespenstischem Aplomb chargierenden Michael Redgrave, der der Puppe mehr als nur seine Stimme leiht. (H.T.)

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