The Geisha Boy (Setfoto)

The Geisha Boy (1958)

Regie, Drehbuch: Frank Tashlin; Kamera: Haskell B. Boggs; Musik: Walter Scharf; Darsteller: Jerry Lewis, Marie McDonald, Sessue Hayakawa, Barton MacLane, Suzanne Pleshette. 35mm, Farbe, 93 min
 
Lewis hat sich für die Gleichheit aller Menschen egal welcher sozialen oder ethnischen Herkunft stark gemacht, allerdings auch nie das Spiel mit Stereotypen gescheut – siehe die kabuki-Knallschote in The Big Mouth –, was politisch überkorrekten Gemütern doch bitter aufstößt. Dass Lewis fremde Kulturen jedoch ernster nimmt als viele Künstler seiner Zeit und Welt (und unserer dazu), demonstriert The Geisha Boy. Der schusselige ­Magier Gilbert „The Great“ Wooley wird zur Truppenbetreuung nach Japan geschickt, wo er ein derartiges Chaos anrichtet, dass man ihn so schnell wie möglich loswerden will. Wer sich für ihn stark macht, ist Dolmetscherin Kimi – hat der Schussel es doch geschafft, dass ihr kleiner Schutzbefohlener, Mitsuo, zum ersten Mal seit dem Tod seiner Eltern wieder lachen konnte. Herrlich hanebüchene Hasenscherze sowie ein Überschwemmungswitz, der nach dem Tōhoku-Tsunami doppelt gruselig daherkommt, gehören zu den Höhepunkten dieses Meilensteins der Lewis-Selbstfindung. (R.H.)

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