Glen and Randa

Glen and Randa (1971)

Regie: Jim McBride; Drehbuch: McBride, Rudy Wurlitzer, Lorenzo Mans; Kamera: Alan Raymond; Musik: The Rolling Stones; Darsteller: Steve Curry, Shelley Plimpton, Woodrow Chambliss, Garry Goodrow, Roy Fox. 35mm, Farbe, 93 min

Der Alltag, Jahrzehnte nach der Apokalypse. Nackt wie Adam und Eva streift ein Paar durch den Wald und entdeckt ein Auto in einem Baum: Glen und Randa leben in einem Zustand naiver Unschuld, fast ohne Wissen über die Zeit vor der Katastrophe – ein Auto haben sie nur auf alten Fotos gesehen. Aus einem Comic hat Glen das Traumbild von Metropolis: die Stadt, wo es anderes Leben gibt, jenseits des bisherigen Nomadendaseins inmitten einer Gruppe älterer, traumatisierter Überlebender im Hinterland. So beginnen Glen und Randa ihre Odyssee durch eine fast menschenleere Welt, auf der Suche nach Metropolis. Seinen zweiten Spielfilm nach dem bahnbrechenden Doku-Fake David Holzman's Diary legte McBride wie eine
"anthropologische" Studie an: Beobachtung zweier Instinktkreaturen auf ihrem herzzerreißenden Weg durch eine post-atomar anmutende Zukunft. Ein (immer) wieder zu entdeckendes Unikat in der Science-Fiction-Filmgeschichte. (C.H.)

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