Totò e Peppino divisi a Berlino (Totò und Peppino getrennt in Berlin)

Totò e Peppino divisi a Berlino (Totò und Peppino getrennt in Berlin) (1962)

Regie: Giorgio Bianchi; Drehbuch: Luigi Angelo, Luciano Ferri, Age & Scarpelli; Kamera: Tino Santoni; Musik: Armando Trovajoli; Darsteller: Totò, Peppino De Filippo, Nadine Sanders, Luigi Pavese, Carlo Pisacane. 35mm, s/w, 99 min

Im ebenfalls neapolitanisch verwurzelten Peppino De Filippo fand Totò den kongenialen Filmduett-Partner: ein robuster Widerpart zu Totòs notorischer Unberechenbarkeit. Die Totò-Peppino-Filme wurden nicht nur kommerziell, sondern auch commedia-künstlerisch ein Bombenerfolg. Am zwerchfellerschütterndsten demonstriert dies ihr tagespolitisch aufgeladener Berlin-Film: Totò will sich als Gebrauchtkleiderhändler-Gastarbeiter etablieren, wird prompt als ahnungsloser Doppelgänger für einen Nazi-Kriegsverbrecher im anstehenden Prozess engagiert – und schließlich zusammen mit Peppino vom Berliner Mauerbau überrascht. Im Ostsektor gefangen, werden sie Spielfiguren des Kalten Kriegs. Giorgio Bianchis Film, als Zeitbild-Travestie noch unerhörter als Billy Wilders One, Two, Three, reflektiert die Lage Europas in der mitgenommenen, opportunistischen Figur Totòs, während sich der Wortwitz dank vielsprachiger Vermischung in absurdeste Höhen steigert. (C.H.)

Print courtesy Istituto Luce – Cinecittà

Screening dates:

Mi 12.04.2017 21:00
(Ital. OmeU)