Le Sabotier du Val de Loire

Kurzfilme von Jacques Demy

Le Sabotier du Val de Loire (1955) s/w, 26 min, OmeU
Le Bel Indifférent (1957) Farbe, 29 min, OmdU
Ars (1959) s/w, 18 min, OmdU
La Luxure (1962) s/w, 14 min, OmdU
 

Ein Parforce-Ritt durch Jacques Demys Einflüsse. Le Sabotier du Val de Loire, Hommage an den aussterbenden Beruf des Holzschuhschnitzers, hatte Demy für seinen Lehrmeister George Rouquier geschrieben; der aber meinte, er solle das doch lieber selber machen. Eine Verbeugung vor jenen Menschen, bei denen Demy den Krieg überlebte, und eine erste Meditation über Zeit, Vergehen und die ewige Wiederkehr. Le Bel Indifférent folgt der Versuchung, die Jean Cocteaus Werk für Demy bedeutete, in rasendem Rot: fast kabuki, vielleicht ein Mysterienspiel. Ars, beseelt von Bresson, karg und grau wie der flandrische Himmel bei Brel, offenbart sich als eine der wenigen konkreten Manifestationen jener Religiosität, die Demys Kino so prägt und doch selten thematisiert wird. Siehe auch La Luxure, wo es um Inspirationsmangel geht: eine Skizze zur Wolllust, voll fröhlicher Verworfenheit und Unschuld, wie sie nur

der neugierige Sünder kennt. (R.H)