Mrs. Miniver, 1942, William Wyler

Mrs. Miniver (1942)

Regie: William Wyler; Drehbuch: Arthur Wimperis, George Froeschel, James Hilton, Claudine West nach dem Roman von Jan Struther (i.e. Joyce Anstruther); Kamera: Joseph Ruttenberg; Musik: Herbert Stothart; Darsteller: Greer Garson, Walter Pidgeon, Teresa Wright, May Whitty, Reginald Owen, Helmut Dantine. 35mm, s/w, 134 min
 
Das idyllische Leben der Minivers, einer Mittelstandsfamilie in einem Dorf nahe London, wird vom Kriegsausbruch erschüttert: Der Sohn geht als Pilot zur Armee, der Vater besteigt sein Motorboot zur Rettung der eingeschlossenen Truppen bei Dünkirchen – doch Mrs. Miniver hält tapfer die Stellung, selbst im Angesicht eines deutschen Fallschirmspringers. Mrs. Miniver habe laut Winston Churchill mehr zum Kriegsende beigetragen als eine Flotte Zerstörer. Franklin D. Roosevelt ließ die Freiheitskampf-Schlusspredigt (in einer zerbombten Kapelle) auf Flugblättern verteilen, Goebbels erklärte den Film zum Vorbild für die deutsche Produktion. Hollywoods wichtigster Propaganda-Beitrag zum Zweiten Weltkrieg verdankte seinen durchschlagenden Erfolg der sensiblen Regie William Wylers, die den Tribut an das Heimatfront-Durchhaltevermögen mit bemerkenswerter Zurückhaltung zum universalen menschlichen Erlebnis vertiefte: Nicht nur für die Minivers geht es um die Verteidigung ihrer Welt. (C.H.)

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