Parking (1985)

Regie, Drehbuch, Chansons: Jacques Demy, Kamera: Jean-François Robin, Musik: Michel Legrand, Darsteller: Francis Huster, Laurent Malet, Keiko Ito, Jean Marais, Hugues Quester. Farbe, 95 min, OmdU
 

Ein film très maudit, über einen französischer Orpheus und eine japanische Eurydike, gewidmet Jean Cocteau, dessen Alter ego Jean Marais hier den Hades gibt. Gedreht in Fujicolor, dessen Grün zwischen metallisch und atonal schwirrt (halb Hans Werner Henze, halb Einstürzende Neubauten), während das Rot anämisch versickert in einem Boden ohne Grund. Wenn Parking wie ein Zombie daher kommt, dann durchaus mit Absicht, zerrissen zwischen vérité und Traum, eine Lumpenpuppe, geflickt aus Einfällen und Ängsten. Und wenn sich die Zeit in Gestalt ihres Geistes hier hässlich einhakt, mit Flitter und Tand, Stirnband und muscle shirt, dann ist das Jacques Demys Art, Memento mori zu murmeln, gänzlich unsubtil, darin sublim. "Ich bin jung, ich bin glücklich, ich liebe das Leben, seine Geheimnisse", heißt es in einem Lied: Man soll daran nicht hängen. (R.H.)