The Glass Key

The Glass Key (1942)

Regie: Stuart Heisler; Drehbuch: Jonathan Latimer nach dem Roman von Dashiell Hammett; Kamera: Theodor Sparkuhl; Musik: Victor Young; Darsteller: Brian Donlevy, Veronica Lake, Alan Ladd, Bonita Granville, William Bendix. s/w, 85 min, Engl. OF
 
Ein korrupter Politiker gerät während des Wahlkampfs unter Verdacht, den Sohn eines einflussreichen Senators ermordet zu haben. Sein undurchsichtiger Handlanger versucht, Licht in die verzwickte Affäre zu bringen. Dashiell Hammets eigenwilligster Roman wurde dreimal verfilmt (1935 von Frank Tuttle und 1990 - unausgewiesen und postmodern rearrangiert - als Miller’s Crossing von den Coen-Brüdern). Stuart Heislers Version ist die klassische Variante und mit seinem Zuschnitt auf das damalige Paramount-Paar Alan Ladd und Veronica Lake auch eine deutliche Quelle für Hawks’ Bogart/Bacall-Krimi The Big Sleep. Die seltsame Mischung aus Romanze und Noir-Konventionen ist sehr effektvoll; seltsamer noch ist Ladd als harter Hammett-Held: Neben Brian Donlevys jovialem Boss wirkt sein Babyface unscheinbar, sein Stoizismus amoralisch. Dieser perverse Zug wird in den Szenen mit dem brutalen Schläger William Bendix auf die Spitze getrieben: Der nennt ihn liebkosend „sweetheart“, bevor er ihn genüsslich halbtot prügelt. (C.H.)

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