This Gun For Hire

This Gun For Hire (1942)

Regie: Frank Tuttle; Drehbuch: A. Maltz, W.R. Burnett nach „A Gun for Sale” von Graham Greene; Kamera: John Seitz; Musik: David Buttolph, Jacques Press; Darsteller: Alan Ladd, Veronica Lake, Robert Preston, Tully Marshall. s/w, 81 min, Engl. OF
 
Um 1940 entwickelt das US-Kino im Bannkreis des Film noir einen Schauspielstil, der die Grimasse, unseligstes Erbteil des Theaters, auszumerzen beginnt. Wie Statuen wandern Underplay-Akteure wie Andrews, MacMurray oder Mitchum durch die Handlungsumtriebe, es den Bildern und Bildsituationen überlassend, Leben ins Leblose ihrer Gesichter hinzuzumontieren. Der unbewegteste der spiellosen Spieler ist Alan Ladd, und This Gun For Hire feiert die Beunruhigung seiner Sinnlichkeit als schwarze und höchst filmische Messe. Keine Miene im weißen Engelgesicht zuckt, um die spasmodischen Schluchten in der Seele aufzuhellen. Der Killer gerät an eine kühle Frau, zwielichtig, maskenhaft wie er selbst. Er vernichtet seine Auftraggeber und gibt sich dem von Beginn her Vorgezeichneten anheim - dem Tod als Liebeserklärung im Untergang und als Scheitern im Sieg. In Melvilles Le Samouraï und This Gun For Hire leuchtet wechselseitig das Nordlicht „déjà vu“. (Harry Tomicek)

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