Brighton Rock

Brighton Rock (1947)

Regie: John Boulting; Drehbuch: Graham Greene, Terence Rattigan; Kamera: Harry Waxman; Musik: Hans May; Darsteller: Richard Attenborough, Hermione Baddeley, William Hartnell, Nigel Stock, Wylie Watson. s/w, 92 min, Engl. OF
 
Über Bilder von vergnügten Badeurlaubern kündet der Vorspann von jenem „other Brighton of dark alleyways and festering slums“ der Zwischenkriegszeit, in dem diese herausragende Graham-Greene-Adaption spielt. Ein beunruhigend glubschäugiger Richard Attenborough als gefühlloser junger Gangster, der in der Geisterbahn einen Rivalen ermordet, anschließend die einzige Belastungszeugin heiratet, um sie ruhig zu stellen, und schließlich endgültig - einen weiblichen Variété-Clown auf den Fersen - in die mörderische, puritanische Psychose abgleitet. Die Zwillingsbrüder John und Roy Boulting (die abwechselnd für die Regie ihrer Arbeiten zeichneten), B & B, sind die „weiche“ Variante der britischen Meister P & P, Pressburger und Powell: technisch außerordentlich versiert, aber im allgemeinen ohne jeden Anflug von Genie. Brighton Rock ist eine rare Ausnahme, nicht zuletzt dank der atemberaubend doppelbödigen Ironie eines von der Zensur aufgezwungenen Schlusses. (C.H.)

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