They Made Me a Figitive

They Made Me a Fugitive (1947)

Regie: Alberto Cavalcanti; Drehbuch: Noel Langley nach dem Roman „A Convict Has Escaped” von Jackson Budd; Kamera: Otto Heller; Musik: Marius-François Gaillard; Darsteller: Sally Gray, Trevor Howard, Griffith Jones, Mary Merrall, Charles Farrell. s/w, 103 min, Engl. OF
 
Das Chamäleon Alberto de Almeida-Cavalcanti hat wesentliche Spuren quer durch die Kinogeschichte gezogen - von der französischen Avantgarde der 20er Jahre über die britische Dokumentarbewegung der 30er und die Ealing-Komödien der 40er bis zur Rückkehr in die brasilianische Heimat Anfang der 50er Jahre (und einem eigenartigen Spätwerk inklusive der österreichischen Koproduktion von Brechts Herr Puntila). Dieses Werk ist offenbar zu verstreut, um entsprechende Würdigung zu erfahren. Kaum bekannt ist daher auch They Made Me a Fugitive, einer seiner letzten englischen Filme und vielleicht der beste britische Noir: Trevor Howard als RAF-Pilot, der nach dem Krieg mit Schwarzmarktgeschäften überleben will, von seinem Boss betrogen wird und Rache sucht. Ein düster-poetisches, verzweifeltes Kriminaldrama mit expressionistischen Zügen, sozialpsychologisch geschärft und bei aller unnachgiebigen Härte von tiefer Sympathie für die Figuren getragen. (C.H.)

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