Moon, 2009, Duncan Jones

Moon

Regie: Duncan Jones; Drehbuch: Nathan Parker; Kamera: Gary Shaw; Schnitt: Nicolas Gaster; Musik: Clint Mansell; Darsteller: Sam Rockwell, Kevin Spacey (Stimme), Dominique McElligott. GB/USA, 2009, 35mm, Farbe, 96 min. Englisch

Der Astronaut Sam (Sam Rockwell) überwacht für eine Firma den Helium-Abbau auf dem Mond: Drei Jahre hat er nur Kontakt zu einer künstlichen Intelligenz (mit der Stimme von Kevin Spacey) gehabt und leidet unter psychischen Störungen und Halluzinationen infolge der Vereinsamung. Nachdem es kurz vor Sams geplanter Heimkehr zur Erde zu einem Unfall kommt, macht der Astronaut eine unheimliche Entdeckung. Mit seinem atmosphärisch bestechenden Regiedebüt Moon gelang David Bowies Sohn Duncan Jones ein kleines Kammerspiel-Kunststück aus dem Geiste der großen Science-Fiction-Filme der 1960er und 1970er, bei denen die Reise in den Weltraum zugleich zum Bewusstseins-Trip ins Innere wird: ein philosophischer Thriller mit bissiger sozialer Schlagseite und einem hohen Maß an "hard science" im Hintergrund. (M. L./C. H.)

Einführung von Christian Koeberl