Filmdokumente zur Zeitgeschichte:
Stoffwechsel: Re-Editing History

14. Dezember 2008
Dokumentarfilme und TV-Dokumentationen bilden einen stark wachsenden Teil der öffentlichen Geschichtskultur. Den Abschluss
der Jahresreihe Filmdokumente zur Zeitgeschichte macht deshalb ein Abend, der sich mit den filmischen Neu- und Umformungen historischen Materials beschäftigt: re-editing - also umschneiden - ist als künstlerische Strategie ein ureigener Bestandteil des Mediums Film. Vom
Found Footage-Avantgardefilm über die Strategien der Filmpropaganda bis hin zum Geschichtsfernsehen wird Filmmaterial nicht bloß zitiert,
sondern bewusst verfremdet, neu kontextualisiert, (künstlerisch) interpretiert.
Die Veranstaltung präsentiert im Rückgriff auf Themen der vorangehenden Abende Beispiele aus dem Bereich des künstlerischen
Films wie auch der Mainstream-Produktion und diskutiert sie mit geladenen Gästen aus der Film- und TV-Branche sowie der Geschichts-
und Filmwissenschaft: Was ist Quellentreue, was künstlerische Freiheit? Und wie sieht im Jahr 2008
eine Ethik des Archivfilms aus? (Michael Loebenstein, Siegfried Mattl)
Ermäßigte Tickets (2,50 ) für Studierende mit Mitgliedschaft

