In den Depots des Filmmuseums wird auch ein Großteil der Werke österreichischer Filmkünstler dauerhaft für die Nachwelt erhalten - von Peter Kubelka, Kurt Kren oder Valie Export bis zu den zeitgenössischen Filmen von
Virgil Widrich, Lisl Ponger oder Peter Tscherkassky.
Natürlich sind auch die berühmtesten Werke der Filmgeschichte in unseren Sammlungen vertreten - vom Cabinet des Dr. Caligari und Sunrise über Citizen Kane und La Règle du jeu bis hin zu Le Mépris oder Mulholland Drive. In Zusammenarbeit mit Sponsoren, Verleihfirmen, Filmproduzenten und im Zuge von Filmpatenschaften entstehen darüber hinaus regelmäßig neue "Collections" zu wichtigen Bereichen der Filmgeschichte.
Das Filmmuseum betreut auch mehrere tausend Rollen Nitrofilm - das hochwertige und besonders fragile Material der Kinofilmproduktion bis etwa 1950. Die Restaurierung und Sicherung dieser Filme bedarf nicht nur großer Sorgfalt, sondern ist auch außerordentlich kostspielig. Auch hier ist die Unterstützung
von privaten Partnern und der öffentlichen Hand unverzichtbar.
Seit Ende der 1960er Jahre werden immer wieder Amateuraufnahmen und Home Movies in Form von Schenkungen und Depots unserem Archiv übergeben. Diese Kleinformate geraten zunehmend in den Fokus der wissenschaftlichen
Aufmerksamkeit und ihr Status als historische Quelle wird mittlereile nicht mehr bezweifelt. Das Alltägliche vermischt sich
mit Tagespolitik - dies macht unter anderem den Reiz solcher Filme aus.
Ganz grundsätzlich hat das Filmmuseum die Aufgabe, Filme, die vom Verfall bedroht sind, aufzufinden, zu restaurieren und zu
sichern. Dabei möchten wir Sie aktiv um Ihre Mithilfe bitten. Filme bedürfen immer einer speziellen Lagerung, um der Zersetzung des Materials entgegenzuwirken. Wenn Sie oder Personen
in Ihrem Bekanntenkreis altes Filmmaterial aufbewahren, wenden Sie sich bitte an uns, um eine sichere und dauerhafte Erhaltung
zu ermöglichen.
Das Filmmuseum unterstützt das Programm der FIAF "Don't Throw Film Away!"
Für postgraduale Forschungsprojekte und professionelle historische, künstlerische sowie programmorientierte Recherchen besteht
die Möglichkeit zur Sichtung von Filmen am Schneidetisch.
Kontakt:
T 43/1/533 70 54




