
The Cool World
Shirley Clarke, US 1963; Drehbuch: Shirley Clarke, Carl Lee nach dem Roman von Warren Miller sowie dem Stück von Miller und Robert Rossen; Kamera: Baird Bryant; Schnitt: Shirley Clarke; Musik: Mal Waldron; Darsteller*innen: Hampton Clanton, Carl Lee, Yolanda Rodríguez, Clarence Williams III, Gloria Foster. 35mm, sw, 125 min. EnglischInspiriert von der Ansprache eines Black-Muslim-Predigers, die die Überlegenheit des Schwarzen Mannes verkündet, versucht der junge Duke seine Machtposition in einer Straßengang auszubauen. Wie andere Filme von Shirley Clarke wirkt auch The Cool World wie ein improvisiert wirkender "fiktionaler Dokumentarfilm" (der spätere Dokumentarist Frederick Wiseman fungierte hier als Produzent) und ist von Jazzmusik getragen. Neben Clarkes Film The Connection und Cassavetes' Shadows ist es ein Hauptwerk des von der Beat-Bewegung beeinflussten "Neuen Realismus" der frühen 1960er Jahre. Clarke: "Die Hollywood-Mächtigen waren verblüfft von der Wirklichkeitsnähe meines Films. Als sie mich fragten, wie ich diesen außerordentlichen Realismus erzielt hätte, antwortete ich nur: 'Es war nicht besonders schwierig, Harlem wie Harlem aussehen zu lassen.'" (C.H.)
Courtesy Library of Congress