The Connection, 1961, Shirley Clarke

The Connection

Shirley Clarke, US 1961; Drehbuch: Jack Gelber nach seinem Theaterstück; Kamera: Arthur J. Ornitz; Schnitt: Shirley Clarke; Musik: Freddie Redd; Darsteller*innen: Warren Finnerty, William Redfield, Jerome Raphael, Garry Goodrow, Barbara Winchester, Carl Lee, Roscoe Lee Browne. DCP (von 35mm), sw, 105 min. Englisch
 
Waiting for my man: Junkies warten im Apartment auf Heroinlieferung – im Beisein eines unerfahrenen Filmemachers, der ihnen das Geld für den fix zugesteckt hat, um ungeschminkt "die Wahrheit" zu dokumentieren. Der naive Regisseur und sein Kameramann (ein stimmgewaltiges Off-Debüt für Roscoe Lee Browne) werden tiefer in die Sache verwickelt, als sie ahnten – im Rausch wird schließlich auf eine Kakerlake fokussiert. Die Adaption von Jack Gelbers legendärem Living-Theatre-Stück mit „echten“ Drogensüchtigen greift auf viele der famosen Originaldarsteller zurück, so auch auf das Jazz-Quartett um Freddie Redd und Jackie McLean, deren Jam Sessions so viel zum authentischen Beatnik-Gefühl beitragen wie Gelbers Mischung aus bösem Witz und Provokation. Dem vielbeschworenen "Vérité"-Gestus des New American Cinema setzte Clarke früh eine beißende Skepsis entgegen: eine wahrhaft Unabhängige. (C.H.)