2001: A Space Odyssey, 1968, Stanley Kubrick (Image courtesy of Park Circus/Warner Bros.)

2001: A Space Odyssey

Stanley Kubrick, GB/US 1968; Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke nach Clarks Kurzgeschichte The Sentinel; Kamera: Geoffrey Unsworth; Schnitt: Ray Lovejoy; Darsteller*innen: Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Douglas Rain (Stimme von HAL 9000). 35mm, Farbe, 146 min. Englisch
 
Ein monumentaler Einschnitt ins System Erzählkino, ein wogender Bilderreigen, der für weniger als ein Drittel seiner Laufzeit Worte benötigt: Kubrick erneuert die Filmtechnik, um die Filmsprache zu erneuern, um das Genre Science-Fiction einem endgültigen Testlauf zu unterziehen. In fünf Abschnitten, vom Affenmenschen bis zur posthumanen Zivilisation, erzählt er die Reise des Menschen zu den Sternen als Suche nach dem Selbst, das ihm durch die eigenen technologischen Errungenschaften verstellt wurde: Raumschiffe tanzen Walzer, Computer singen beim Sterben herzzerreißend Kinderlieder, und dazwischen warten die kaum Lebenden in klinischen Innenräumen auf den Tod oder auf den ultimativen head trip durchs psychedelische Sternentor. Eine Zukunftsvision von eisiger Kälte und bezwingender Imaginationskraft, die ihrer düsteren Utopie die Hoffnung aufs Unvorstellbare entgegensetzt. Die letzten Worte vor der Ewigkeit: "It's a total mystery." (C.H.)
 
Courtesy George Eastman Museum