Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles, 1975, Chantal Akerman (Foto: Collections Cinematek © Chantal Akerman Foundation)

Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles

Chantal Akerman, BE/FR 1975; Drehbuch: Chantal Akerman; Kamera: Babette Mangolte; Schnitt: Patricia Canino; Darsteller*innen: Delphine Seyrig, Jan Decorte, Henri Storck, Jacques Doniol-Valcroze, Yves Bical. 35mm, Farbe, 201 min. Französisch mit engl. UT
 
Schauspielerin und feministische Ikone Delphine Seyrig verkörpert als titelgebende Jeanne Dielman die schrittweise Veränderung einer Frau, die aus ihren still ausgeführten Haushaltsroutinen ausbricht und schließlich dagegen rebelliert. Über den Zeitraum von drei Tagen folgt der Film akribisch den täglichen Aufgaben einer verwitweten Mutter und bietet einen intimen Einblick in ihr Privatleben. Während sie ihre sich wiederholenden Tätigkeiten erledigt und sich um ihren Sohn kümmert, scheint sie immer mehr mit der starren häuslichen Sphäre zu verschmelzen. Doch ein plötzlicher Akt der Rebellion schafft einen Riss in der Struktur, die sie gefangen hält. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1975 gilt Akermans Film mit seinem formalen und thematischen Einfallsreichtum als Meilenstein des feministischen Kinos. (T.A.)
 
Diese neu restaurierte 35mm-Kopie, die in Zusammenarbeit zwischen dem BFI National Archive und dem Royal Film Archive of Belgium (CINEMATEK) entstanden ist, wurde im Rahmen des BFI-Projekts "Keep Film on Film" produziert. Mit freundlicher Genehmigung der Chantal-Akerman-Stiftung und der CINEMATEK.