Quixote, 1965–68, Bruce Baillie

In memoriam Bruce Baillie

Mass for the Dakota Sioux Bruce Baillie. USA, 1964, 16mm, sw, 20 min
Quixote Bruce Baillie. USA, 1965–68, 16mm, Farbe und sw, 43 min
 
Bruce Baillie, am 10. April dieses Jahres verstorben, war der Pionier des "Western American Experimental Film" und die Schlüsselfigur des wegweisenden Avantgarde-Aufbruchs in der San Francisco Bay Area in den Sixties. In memoriam zeigen wir zwei der Hauptwerke dieses Underground-Poeten: Mass for the Dakota Sioux ist ein Bild-Ton-Gedicht als Requiem für eine vom "zivilisierten" Amerika vernichtete Ureinwohnerkultur (als Außenseiter identifiziert sich Baillie natürlich mit den Sioux und orchestriert die gregorianischen Choräle auf der Tonspur wie eine Anklage an die Welt der weißen Eroberer). Quixote ist einer der Kulminationspunkte seines Werks: eine einjährige Reise quer durch das Land des Fortschritts und der Eroberung. Mit atemberaubenden Montagen, Überblendungen und Mehrfachbelichtungen gerät der Film zum dichten Porträt der "seelischen wie physischen Landschaft der USA" (Baillie) in der Vietnam-Ära. (C.H.)
 
Eine gemeinsame Präsentation des Österreichischen Filmmuseums und sixpackfilm

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