Cluny Brown, 1946, Ernst Lubitsch (Foto: Deutsche Kinemathek)

Cluny Brown

Regie: Ernst Lubitsch; Drehbuch: Samuel Hoffenstein, Elizabeth Reinhardt; Kamera: Joseph LaShelle; Schnitt: Dorothy Spencer; Musik: Cyril Mockridge; Darsteller: Charles Boyer, Jennifer Jones, Peter Lawford, Helen Walker, C. Aubrey Smith. USA, 1946, 35mm, sw, 100 min. Englisch
 
1939, Europa vor dem Sturm: eine Situation, die Jean Renoir mit La Règle du jeu ins Gedächtnis des Kinos geschrieben hat. Es gibt jedoch ein zweites, zutiefst bewegendes Meisterwerk zu diesem Thema: Cluny Brown. Die letzte (und vielleicht klügste, zugleich aber auch unbekannteste) von Ernst Lubitschs großen Komödien zeigt die erstarrte britische Klassengesellschaft im Sommer kurz vor Kriegsbeginn: Alles und jeder gehört an seinen "angestammten" Platz! Darin sind sich die Adeligen mit ihren Dienstboten einig. Und die Politik hat hier überhaupt keinen Platz! Dementsprechend halten Lord und Lady Carmel Adolf Hitler für einen Mann, der ein Buch über das Leben in der Natur geschrieben hat – My Camp. Der tschechische Flüchtling Adam Belinski und die fantasiebegabte Klempnerin Cluny Brown treten an, die Verstopfung dieses Milieus aufzubrechen: mit Frechheit und Freiheit und einer großen Liebe. (A.H.)
 
Das Filmmuseum dankt herzlich dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF), der den Erwerb dieses Films für die Sammlung ermöglicht hat.

Screening dates: