Superman III, 1983, Richard Lester

Superman III

Regie: Richard Lester; Drehbuch: David Newman, Leslie Newman; Kamera: John Paynter; Schnitt: John Victor Smith; Musik: Ken Thorne; Darsteller: Christopher Reeve, Richard Pryor, Jackie Cooper, Robert Vaughn, Annette O'Toole. US/UK, 1983, 35mm, Farbe, 125 min. Englisch
 
Der lustigste aller Filme um den "Stählernen", was beim Erscheinen gar nicht gewürdigt wurde. Nachdem Superman den Plan eines milliardenschweren Industriekapitäns zur Sicherung des Marktmonopols durch Vernichtung der kolumbianischen Kaffeebohnenernte verhindert hat, lässt der seinen neuen Wunderwuzzi-Programmierer (Komiker Richard Pryor) künstliches Kryptonit entwickeln, das ungeahnte Wirkungen zeitigt: Superman wird davon nicht tödlich geschwächt, sondern böse! Mit schnell sprießendem Dreitagebart widmet er sich fürderhin unmäßigem Trunk und verwerflichen Tätigkeiten wie dem Wieder-Gerade-Biegen des Schiefen Turms von Pisa ... Richard Lester, in den Sixties durch seine Beatles-Filme berühmt geworden, hatte schon bei Superman II beschwingte Ironie in das Franchise gebracht, hier verschreibt er sich mit sichtlichem Vergnügen vollends der augenzwinkernden Subversion, inszeniert aber auch mit einer klassischen Eleganz, die man an heutigen Blockbustern schmerzlich vermisst. (C.H.)