Stanimir silazi u grad (Stanimir geht hinunter in die Stadt), 1984, Želimir Žilnik (Foto: Kunsthalle Wien)

Stanimir silazi u grad (Stanimir geht hinunter in die Stadt)

Regie, Drehbuch: Želimir Žilnik; Kamera: Ljubomir Bečejski; Schnitt: Ivanka Pravica, Vladimir Milenković; Darsteller: Stanimir Vračarić, Grozdana Vračarić, Spasoje Ilić, Ganimeta Jefkaj, Ramiza Braimi. YU, 1984, DCP (von 16mm), Farbe, 69 min. Serbisch mit engl. UT
 
Der alternde, einsame Bergbauer Stanimir lebt im Dorf Kremna auf dem Tara, einem Berg in einer abgelegenen Region im südwestlichen Serbien. Eines Tages beschließt er nach Belgrad hinunterzuwandern, in Begleitung des 93-jährigen Kriegsveteranen Spasoje. Stanimir will sich persönlich erkundigen, was mit seinem Antrag auf Regierungsunterstützung passiert ist: Er braucht Hilfe für den Wiederaufbau seiner 300 Jahre alten Wassermühle, die vor einiger Zeit durch einen Sturm zerstört wurde. Auf ihrer Reise diskutieren die beiden Männer in aller Ruhe über ihr unseliges Schicksal. Ihre Ehrlichkeit und Einfachheit erweist sich als nützlich beim Durchqueren der Vororte der serbischen Hauptstadt. Als sie schließlich die für Stanimirs Fall zuständige Behörde erreichen, werden sie mit den Vorschriften der Bürokratie konfrontiert. Doch die beiden Männer, ausgestattet mit Engelsgeduld und Widerstandsgeist, weigern sich, aufzugeben. (WHW)