Khaneh siah ast (Das Haus ist schwarz), 1963, Forugh Farrokhzad

Surrealistische Dokumentationen

Le Sang des bêtes (Das Blut der Tiere) Ein Film von Georges Franju; Drehbuch: Georges Franju, Jean Painlevé; Kamera: Marcel Fradetal; Musik: Joseph Kosma. FR, 35mm, 1949, sw, 22 min. Französisch mit engl. UT
Las Hurdes / Terre sans pain (Land ohne Brot) Regie: Luis Buñuel; Drehbuch: Luis Buñuel, Rafael Sánchez Ventura; Kamera: Eli Lotar; Musik: Darius Milhaud E: Pierre Unik. ES, 1932, 35mm, sw, 29 min. Französisch mit engl. UT
Khaneh siah ast (Das Haus ist schwarz) Ein Film von Forugh Farrokhzad. IR, 1963, 35mm, sw, 21 min. Persisch mit frz. UT / Englische Übersetzung liegt auf
 
Drei kurze Meisterstücke des Kinos, deren Schöpfer*innen mit poetischem Blick den Alltag zur surrealen Erfahrung machen. Georges Franjus Klassiker studiert das Innenleben der Schlachthäuser von Paris als Routine und Ritual, zum Walzertakt von Joseph Kosmas Musik. Wiewohl das damals unerhörte Thema seither oft angepackt wurde, bleibt die Intensität von Franjus Vision unerreicht. Mit typischer Trockenheit erzeugt Luis Buñuel in Las Hurdes ähnliche Schockwirkung: Was sich als gewöhnlicher Kulturfilm über das Leben in armen Berggegenden Spaniens anlässt, wird zur Chronik des absurden Elends. Die jung verstorbene iranische Dichterin Forugh Farrokhzad porträtiert in ihrem einzigen Film das Dasein in einer Leprakolonie. Humanismus und Rätselhaftigkeit. (C.H.)