Per un pugno di dollari / A Fistful of Dollars, 1964, Sergio Leone

Per un pugno di dollari / A Fistful of Dollars

Regie: Sergio Leone; Drehbuch: Sergio Leone, Víctor Andrés Catena, Jaime Comas Gil nach Yōjimbō von Kurosawa Akira; Kamera: Massimo Dallamano, Federico G. Larraya; Schnitt: Roberto Cinquini, Alfonso Santacana; Musik: Ennio Morricone; Darsteller*innen: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volontè, Sieghardt Rupp, Harry Dean Stanton. IT/ES/BRD, 1964, 35mm, Farbe, 96 min. Englisch
 
Der Beginn des Western all'italiana: eine Ausrottungsballade in Form ausufernder barocker Voluten. Der Mann ohne Namen kommt in die Stadt, die nicht so genannt zu werden verdient und beherrscht wird von zwei verkommenen Sippen. Der straniero indes ist noch um einiges ruchloser als sie. Da er absolut käuflich ist, ist er absolut unkäuflich; da er niemand ist, vermag er alles zu sein, auch der Exekutor und Vernichtungsengel der vorgefundenen Welt: eine nihilistische Lichtgestalt. Statt eines Western dessen Abstraktion: ein Skelett in apokalyptischer Wüste. Das Glaubensbekenntnis des Kapitals als Travestie des katholischen Credos. Wie Jesus nach Jerusalem kommt Gringo Joe auf einem Maulesel nach San Miguel geritten. Er wird gefoltert, fast gekreuzigt und ersteht am dritten Tage in Schwaden von Pulverdampf wieder von den Toten auf, wozu die Trompeten und Maultrommeln Ennio Morricones blasphemisch Dies irae schmettern oder schnarren. (H.T.)

Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 13.1.
 

Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass die Vorstellungen von Once Upon a Time in America und C'era una volta il West / Once Upon a Time in the West von Samstag, 15.1. verschoben werden müssen auf Sonntag, 30.1. bzw. Samstag 22.1. Stattdessen zeigen wir am 15.1. alle drei Teile der Dollar-Trilogie. Weitere Informationen