Metello, 1970, Mauro Bolognini (Foto: Filmarchiv Austria)

Metello

Regie: Mauro Bolognini; Drehbuch: Luigi Bazzoni, Mauro Bolognini, Suso Cecchi d'Amico, Ugo Pirro nach dem Roman von Vasco Pratolini; Kamera: Ennio Guarnieri; Schnitt: Nino Baragli; Musik: Ennio Morricone; Darsteller*innen: Massimo Ranieri, Ottavia Piccolo, Frank Wolff, Tina Aumont, Lucia Bosè, Pino Colizzi. IT, 1970, 35mm, Farbe, 107 min. Italienisch mit engl. UT
 
Ende des 19. Jahrhunderts kehrt der verwaiste Metello in seine Heimatstadt Florenz zurück, wo er als Maurer unterkommt. Die vorherrschenden Ausbeutungsverhältnisse führen zum Klassenkampf: Metello lernt durch einen Anarchisten lesen und Zusammenhänge begreifen, was ihn erstmals ins Gefängnis bringt. Er heiratet die Tochter eines bei Auseinandersetzungen mit der Polizei verstorbenen Kollegen und wird zum Anführer der Arbeiterschaft, als der Generalstreik ausgerufen wird ... Mauro Bologini zählt zu den unterschätzten Meistern des italienischen Kinos: Er ist klar und unversöhnlich in seiner sozialen Analyse von links, beschreibt mit größtem Einfühlungsvermögen die Überlappung des Politischen und des Privaten. Ein großes Historienstück über Solidarität, beflügelt von den Melodien von Ennio Morricone, der für Bolognini öfter komponierte als für jeden anderen. (C.H.)
 
Courtesy Cineteca Nazionale