Tengoku to jigoku (Zwischen Himmel und Hölle), 1963, Kurosawa Akira

Tengoku to jigoku (Zwischen Himmel und Hölle)

Regie: Kurosawa Akira; Drehbuch: Kikushima Ryūzō, Oguni Hideo, Hisaita Eijiro, Kurosawa Akira nach King's Ransom von Ed McBain; Kamera: Nakai Asakazu, Saitō Takao; Schnitt: Kurosawa Akira; Musik: Satō Masaru; Darsteller*innen: Mifune Toshirō, Kagawa Kyōko, Mihashi Tatsuya, Sada Yutaka, Nakadai Tatsuya. JP, 1963, Format, sw, 143 min. Japanisch mit dt. UT
 
Eine Kidnapper-Story nach Vorlage des US-Krimiautors Ed McBain, mit Mifune Toshirō in der Hauptrolle und transportiert in die vor Gegensätzen platzende Stadt Yokohama: Der soziale "Himmel" der Reichen liegt hoch über den Slums und Vergnügungsvierteln, der "Hölle" der Armen. Kurosawa weitet die Story, die Plot eines B-Pictures sein könnte, in eine quälende, weil unauflösbare Reflexion über Gut und Böse. Im Erzählgestus weist der Film die virtuose Handwerklichkeit eines Regisseurs auf, der sich mit Fortune an allen Genres erprobt und dabei stets das Ziel verfolgt, die Klischees zu unterminieren: Breitwandbilder in Schwarzweiß voll brutaler Dynamik, grellfarbige Inserts, minutenlange Einstellungen, Parallelmontagen, Kontrast von Statik und Hektik, die visuelle Tour de Force einer von neun Kameras zugleich gefilmten Geldübergabe im rasenden Zug. (H.T.)

Screening dates: