La Fille coupée en deux (Die zweigeteilte Frau)

Regie: Claude Chabrol; Drehbuch: Claude Chabrol, Cécile Maistre; Kamera: Eduardo Serra; Schnitt: Monique Fardoulis; Musik: Matthieu Chabrol; Darsteller*innen: Ludivine Sagnier, Benoît Magimel, François Berléand, Mathilda May, Caroline Sihol. FR/DE, 2007, 35mm, Farbe, 115 min. Französisch mit dt. UT
 
Die oberflächliche, etwas naive und sehr hübsche Gabrielle ist Wetteransagerin bei einem lokalen Fernsehsender und am besten Weg, es zum Mediensternchen zu bringen. Zwei Männer aus der besseren Gesellschaft machen ihr Avancen: ein sich herablassend-verständnisvoll gebender älterer Autor mit dekadenten Tendenzen und der schnöselige Berufssohn einer Pharma-Dynastie. Das Beziehungsdreieck führt zu Eifersucht und Mord, frei nach einem berühmten New Yorker Society-Verbrechen von 1906, das Chabrol mühelos in die französische Gegenwart verpflanzt – der kriminelle Nährboden der korrupten Gesellschaft währt schließlich ewig, was mit genießerischem Hohn ausgekostet wird. Atemberaubend sind Chabrols amüsiert gesetzte Stilbrüche, vom Auftakt mit blutroter großer Oper über farcenhafte Verwicklungen bis zu einem verblüffenden Zaubertrick-Finale mit psychedelischen Lichterkaskaden. (C.H.)

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